Der furchtbar träge Killer mit der extrem ineffizienten Waffe
Some murders takes seconds. Others take minutes. Some murders take hours. Now, this murder… takes years.
10 Minuten Laufzeit, ein Killer, ein Opfer, ein Orakel, eine ungewöhnlich ineffiziente Waffe – der Stoff, aus dem Albträume, verwirrte Gesichter und nur mühsam unterdrücktes, irres Kichern gemacht sind. Wie Regisseur Richard Gale es hier fertig bringt, eine komplett bescheuerte Idee über 10 Minuten zu strecken und nach einem leichten Hänger in der Mitte nochmal richtig gaga aufzudrehen, das hat was. Ein Eindruck, der auch in reichlich Auszeichnungen diverser Fantasy- und Horrorfilmfestivals bestätigt wird. Die DVD hab ich jedenfalls schon auf dem Wunschzettel. Die wird sich neben dem nach wie vor ungeschlagenen Kurzblödelhorrorklassiker Staplerfahrer Klaus sicher wohl fühlen.
Sauberes Liedgut für ein sauberes Volk?
Liebe Uschi, dein Engagement für Zucht, Sitte und Moral in der deutschen Kultur in allen Ehren, aber ich fürchte, dass es um diese Werte schon immer schlecht bestellt war. Sogar im guten, alten Schlager. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass die schöne Maria mittels ungeschütztem GV vom Mädchen zur Frau wurde… und ebenfalls, dass sie schon geradezu verdächtig jung war, als der Held des Liedleins ihr seine Bratwurst in’s Sauerkraut steckte.
Ganz im Vertrauen, Uschi: so langsam lacht sogar der Stammtisch über dich.
xoxo, Dori
Liebe ist für alle da, nur nicht für die Ursula
Gestern hatte ich den Flachwitz der Woche, heute ist der Flachwitz des Monats dran: die Bundesmoralministerin Ursula von der Leyen hat höchstpersönlich den Antrag zur Indizierung des aktuellen Rammstein-Albums „Liebe ist für alle da“ eingereicht und damit wohl für ordentlich Eindruck bei den Prüfern und damit Erfolg des Antrags gesorgt.
Indiziert wurden „ich tue dir weh“sowie das Foto des Artworks, das Richard mit der auf seinem Knie liegenden Frau darstellt. Begründet wurde es damit, dass dies eine jugendgefährdende Darstellungen von S/M- Praktiken sei. Zudem wurden weitere Aspekte besprochen, z.B. wurde durch Mitglieder des Prüfungsgremium die Meinung vertreten, dass R+ durch den Titel „Pussy“ zu ungeschütztem GV in Zeiten von Aids animieren würde.
Jetzt ist es nicht wirklich so, dass mir die Band deshalb leid tut. Zum einen haben sie bereits genug Einheiten dieses unterirdisch schlechten Machwerks abgesetzt, um in der Gewinnzone zu sein, zum anderen haben sie mit ihrem Verhalten gegenüber Fans und Medien in den letzten Monaten bei mir sämtliche Sympathien verspielt. Ich mache mir angesichts der komplett idiotischen Urteilsbegründung vielmehr Sorgen, welchen Wert die Kunstfreiheit im Jahre 2009 noch hat. Mir scheint, keinen großen.
Schaue bzw. höre ich mir den beanstandeten Song „Ich tu dir weh“ an, erkenne ich beim besten Willen nicht, was an dieser geradezu hysterisch übertriebenen Beschreibung einer konsensuellen SM-Beziehung indizierungswürdig sein soll (ein Urteil über die künstlerische Qualität verkneife ich mir). Erst recht nicht, worin die jugendgefährdende Wirkung dieses Photos bestehen soll. Für mich sieht das eher nach einem Fall von „Igitt, was ich mit meinem eng gesteckten geistigen Horizont nicht verstehe, darf nicht sein“ aus. Dass Bundes-Uschi und die in diesem Fall erschreckend willfährigen Herrschaften der BPjM in tiefer geistiger Winterstarre verharren und das auch toll und richtig finden, ist schlimm genug. Dass sie aber auch noch die Instrumente in der Hand haben, in ihrer moralinsauren Verbohrtheit nach Tageslaune über den Wert und Unwert von Kunst bestimmen zu können, ist skandalös. Es wird dringend Zeit, der BPjM zeitgemäße und klar definierte Vorgaben zu verpassen. Und sei es nur, um sich im Rest der Welt nicht endgültig zum Vollhorst zu machen.
Flachwitz der Woche: ADAC
Und zwar wegen dieser Sätze im Impressum der ADAC-Homepage:
Unter bestimmten Voraussetzungen gewährt der ADAC das nicht übertragbare Recht, die ADAC-Website in der Weise zu nutzen, dass ein Link auf die Homepage (http://www.adac.de oder http://pda.adac.de) gesetzt wird.
Das Einverständnis zur Linksetzung muss im voraus per Mail an mailto:adac-online@adac.de eingeholt werden. Der ADAC behält sich vor, die Seiten, auf denen der Link gesetzt werden soll, zu prüfen.
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Ups. Jetzt hab ich doch glatt ohne Erlaubnis dorthin verlinkt. Sowas aber auch.
Und jetzt schauen wir doch mal, was der Bundesgerichtshof dazu sagt: Klickediklick!
Nochmal Ups! Der sagt, dass man das darf! Einfach so!
Es gibt auch eine Erläuterung ohne Fachchinesisch für die unter uns, die heute noch was vor haben. Armer ADAC. Musst du deine öffentlich zugängliche Website einfach so mit allen teilen, ob du willst oder nicht.
Eine Runde Mitleid.
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Nachtrag: so neu ist der Unfug nicht. Allerdings genauso witzlos.
Nachtrag, die 2.: eindeutig die Email der Woche!
Die Schweinegrippe…
…kann mich mal. Ich finde es schon regelrecht putzig, wie in den Medien immer neue Versuche lanciert werden, Impfverweigerer wie mich durch aufgebauschte Schreckensmeldungen an die Spritze zu treiben. Und ich bin alles andere als ein genereller Impfgegner. Ich nehme mir allerdings die Freiheit heraus, ohne Hysterie zu entscheiden, welche Impfung sinnvoll ist und welche nicht. Und in diesem Fall sagt mein Popometer: leckt mich!
Immerhin kann man prima drüber lachen…
Website: Gesellschafts-Tenor Leo Wundergut
Google Wave für Anfänger
Endlich erklärt mir das mal jemand so, dass ich es ohne weitere Diskussionen kapiere. Danke, Samuel L. Jackson!




